Schlauch – Eine systematische Materialforschung

Eine Bachelorarbeit von Mareike Brun:

In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit der Wiederverwertung von Fahrradschläuchen beschäftigt. Der Schwerpunkt der praktischen Arbeit liegt auf dem Prozess der Materialforschung, entstanden sind viele verschiedene Ansätze und Verarbeitungsmethoden. Die Intention war es, eine möglichst große Bandbreite der Möglichkeiten mit Fahrradschläuchen aufzuzeigen.

Im theoretischen Teil der Arbeit habe ich mich zunächst mit dem neuen Trend zum Fahrradfahren beschäftigt, da dieser gesellschaftliche Kontext bedeutsam für die Motivation zur Material-forschung war und das untersuchte Material zur Verfügung stellte. Am Beispiel von Hamburg habe ich verschiedene Bewegungen vorgestellt, welche auf die zunehmende Zahl der Radfahrer aufmerksam machen, darunter die Critical Mass Bewegung und das Fotoprojekt „we are traffic“.

Bei der Recherche über die genaue Zusammensetzung des Material habe ich mich mit Kunststoffen im allgemeinen und Elastomeren im speziellen befasst. Dabei kam heraus, dass das Material gesundheitsschädliche Stoffe enthalten kann und somit nicht für Produkte, die in Kontakt mit der Haut kommen oder im Innenraum Verwendung finden geeignet ist.

Im Anschluss bin ich auf die verschiedenen Recyclingmöglichkeiten und den gesellschaftlichen Umgang mit Abfall eingegangen. Fahrradschläuche können aufgrund ihrer Struktur nicht wieder zu Fahrradschläuchen verarbeitet werden und werden größtenteils der „thermischen Nutzung“ zugeführt, also verbrannt.