Eine assoziative Auseinandersetzung mit Heiner Müllers »Bildbeschreibung«: Ankerpunkt dieser Arbeit ist eine Reihe vager, flirrender Bilder ohne klare Grenzen oder eindeutige Handlung. In Graustufen lassen sich Schemen einer Welt erahnen, die in unterschiedlicher Form eine Störung erfährt. Durchscheinend erkennt man Text auf der Innenseite der japanischen Broschur. Die Bildwelt, die allein durch die Assoziationen des Betrachters aufgeladen wird, trennt sich so von der Sprache, die Müllers Text folgt. In ähnlichem Rhythmus wie der Text werden die Bilder lauter, finden einen Höhepunkt, um wieder abzuklingen und kurz vor Ende des Texts zu verstummen. 

Louise Jessen: Fragmente. Eine assoziative Auseinandersetzung mit Heiner Müllers
»Bildbeschreibung«. Buch, 17 × 24  cm, 30 Seiten. Schwarzweiß-Laserdruck. BioTop in 90 g/m², grauer Buchkarton, japanische Bindung, klebegebunden. Schrift: Futura Medium. Entstanden
als Semesterarbeit im Kurs »Typografie und literarische Moderne« von Prof. Heike Grebin

www.louisejessen.