Ein Experiment zur auditiven Selbstwahrnehmung im Raum.

Wie lassen sich mehrere Räume in einem bestehenden Raum realisieren? Im „Room of Retorted Perception“ dient der Raum als reines Kommunikationsmedium: Er absorbiert einkommende Geräusche und spielt sie zeitverzögert wieder ab. Die aufgenommenen Laute wiederholen sich durch eine technische Rückkopplung – teils zufällig oft, teils vorsätzlich.

Zwischen Wiederholungen, Irritation und Verfremdung – Was kann eine bewusste und / oder unbewusste Tonverortung erzeugen? Wie verändert sich das Verhalten im auditiven Raum?

Akustische Reize geben in der Regel räumliche Orientierung. In der Installation wird die gewohnte Sinneswahrnehmung gestört. Da der Raum keine weiteren Laute, außer die des Besucherswiedergibt, füllt sich dieser mit einer selbsterzeugten Klangkulisse – Schritte, die eigene Stimme, die Reibung von Kleidung oder mit dem Geräusch der eigenen Atmung. So entstehen neue körperhafte Tiefen und Dimensionen, die der Eintretende selbst gestaltet.Besucher beschrieben Ihre persönliche Hörerfahrung im Raum als ein „inneres ihrer Selbst“.

Ausgestellt in der “TREDECIMTOPIE”,  Westwerk der Masterklasse 2016/2017 , April 2017
und in der Galerie Speckstraße “A rose is a rose is rose”, Prothese Magazin, Juni 2017.

karen.luc@haw-hamburg.de
www.kajanluc.de

 

Mat. 01_luc

Mat. 04_lucAufbau Soundinstallation, im ProzessSoundinstallation_klein

19420480_1412428968850115_3969021924421360237_n19430139_1412428952183450_5661538072137235047_n